Qualitätssicherung am Bau seit mehr als 20 Jahren

ÖAP – Die Österreichische ARGE Putz


PRESSEMITTEILUNG

Quelle: Polzinger„Was für den Menschen die Haut ist, ist für Gebäude der Verputz. Als Schmuck und Schutz sorgt er für sichere, attraktive und behagliche Bauwerke. Mangelhafte Putzqualität kann ein Gebäude optisch dauerhaft beeinträchtigen und bis zur Gebrauchsuntauglichkeit des gesamten Objektes führen“, betont Ing. Roland Künast, Obmann der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft Putz (ÖAP) die Bedeutung des mineralischen Baustoffes.

Die ÖAP formierte sich im Jahre 1987 und ist mit dem Ziel angetreten, einheitlich hohe Qualität beim Verputzen von Bauwerken zu sichern und Schadensfälle zu reduzieren. Heute genießt die Branchenplattform in der internationalen Bauwelt eine einzigartige Position als impulsgebende und richtungsweisende Instanz und setzt europaweit Standards in der Putztechnologie.


Drehscheibe der Branche


Die Plattform ist als unabhängiger, überregionaler Verein organisiert und dient als Interessensvertretung für natürliche und juristische Personen, die sich beruflich mit dem Fachbereich Putz befassen.

In der ÖAP arbeiten Putzverarbeiter, die Trockenmörtelindustrie, Hersteller von Wandbaustoffen, Zubehörlieferanten und Sachverständige zusammen, um die Position des Gewerks Putz am Markt zu sichern und das Handwerk im direkten und indirekten Wettbewerb zu unterstützen.

Die Mitgliedschaft kann schriftlich beantragt werden, über die Aufnahme entscheidet die Vollversammlung. Derzeit zählt die ÖAP über 60 Mitgliedsbetriebe, die sich zu je einem Drittel aus den Bereichen Handwerk, Putz- und Baustoffindustrie und Systemlieferanten zusammensetzen.

Die Mission – Qualitätssicherung durch Information

Die ÖAP hat sich zum Ziel gesetzt, die mangel- und schadensfreie Ausführung von Putzarbeiten sicherzustellen. Dazu gilt es, die Putztechnik mit der ständigen Entwicklung neuer Baustoffe abzustimmen, neue Putztechnologien traditionellen Baustoffen anzupassen und traditionelle Putzweisen für die Bauwerkspflege zu erhalten.

Diese Erkenntnisse werden laufend in Form von Richtlinien und branchenweit veröffentlicht. „In den vergangenen 20 Jahren konnten wir durch unsere Arbeit zu einer wesentlichen Qualitätssteigerung am Bau beitragen. Schadensfälle wurden deutlich reduziert. Die OÄP ist international betrachtet ein Unikat. Nirgendwo arbeitet eine derart vielseitig branchengemixte Gruppe aus Industrie, Handel, Gewerbe, Wissenschaft, Normung und Interessensvertretungen so effizient miteinander“, so Künast.

Praxisbezogenes Regelwerk zum Stand der Technik

Die ÖAP-Richtlinien zur Putzverarbeitung definieren überregional den Stand der Technik und gelten in der Baubranche sowie Sachverständigen als allgemein anerkannte, praxisbezogene Nachschlagewerke für Planung, Ausführung, Gewährleistung und Beurteilung.

Das breite Branchenspektrum der Mitglieder sowie die Zusammenarbeit mit Versuchs- und Forschungseinrichtungen und Universitäten, mit nationalen und internationalen Interessensverbänden sowie die Abstimmung mit jeweils gültigen Normen gewährleistet ein fundiertes Wissen und die absolute Objektivität der publizierten Richtlinien.

Die Übernahme von ÖAP-Regulativen durch andere Länder hat zu mehreren fremdsprachigen Auflagen geführt, etwa in ungarisch, slowenisch oder kroatisch. „Das bestätigt einmal mehr die hohe Akzeptanz unserer Arbeit, die in deutschsprachigen Fachmedien als international beispielgebend hervorgehoben wird,“ so Künast.

Gütesiegel „PUTZ ok“

Um die Marktposition qualitätsbewusster Putzfachbetriebe zu stärken, führte die ÖAP Ende 2006 das Gütesiegel „PUTZ ok“ ein. Es bietet qualitätsbewussten Putzfachbetrieben die Möglichkeit, sich potentiellen Auftraggebern als verlässliche Partner anzubieten und sich von unseriösen Mitbewerbern abzugrenzen.

„Das Putzhandwerk ist gewerberechtlich nicht einheitlich verankert. Daher wurde in der Vergangenheit das Image der gesamten Branche immer wieder durch ‚schwarze Schafe’ geschädigt. Das Gütesiegel schafft hier Abhilfe", sagt Künast.

Das Gütezeichen "PUTZ ok" erhalten ausschließlich Betriebe, die ihren Firmensitz in Österreich haben und mindestens dreijährige, einschlägige Tätigkeit am Markt vorweisen können. Weiters müssen diese Firmen sämtliche gewerbe- und abgabenrechtlichen Vorschriften erfüllen und verpflichten sich freiwillig zu laufenden Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für ihre Mitarbeiter sowie zum Nachweis der Kundenzufriedenheit.

Die Umsetzung der qualitätssteigernden Maßnahmen wird periodisch überprüft und ist die Voraussetzung, das Gütezeichen im geschäftlichen Verkehr führen zu dürfen. Für den Konsumenten bedeutet dies, dass er für sein Bauvorhaben kompetente Beratung, ein seriös kalkuliertes Angebot und pünktliche Einhaltung zugesagter Termine erwarten kann. Die Liste der "PUTZ ok"-Fachbetriebe wird halbjährlich aktualisiert und ist unter www.oeap.at abrufbar.

Original Datei: oeap_die_arge_putz_080327.doc (114 K)